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25.02.2021 | 7:30 min

Weisheitszahn-OP: Tipps, Ablauf, Dauer & Kosten

Trotz ihres vielversprechenden Namens: Weisheitszähne können uns allerlei Probleme bereiten. Sie lassen sich schlecht putzen, drücken auf die Nachbarzähne oder verursachen Entzündungen. Wann sollten Sie sich Ihre Weisheitszähne entfernen lassen, wann nicht, wie schmerzhaft ist das – und wie viel kostet es?

  • Weisheitszähne wachsen oftmals untypisch, liegen schräg im Kiefer oder behindern andere Zähne.
  • Das kann zahnmedizinische Probleme auslösen: Karies, Druck, Schmerzen, Entzündungen.
  • Ob ein Weisheitszahn bleiben kann, behandelt oder gezogen werden muss, sollte der Zahnarzt entscheiden.
    Weisheitszahn-OP: Frau mit Zahnschmerzen und einer Hand, die den gezogenen Zahn hält.

    Was sind Weisheitszähne - wann sind sie gefährlich?

    Unser Gebiss besteht aus Schneide-, Eck- und Backenzähnen (Molaren). Der im hintersten Teil des Kiefers sitzende Molar ist der „Weisheitszahn“. Er heißt so, weil wir ihn üblicherweise erst mit 16 bis 25 Jahren bekommen und ab diesem Zeitpunkt angeblich ein „weises“ Alter erreicht haben. 

    Weisheitszahn-OP -3D-Rendering eines Kieferröntgenbildes mit teilretiniertem Weisheitszahn.

    Die meisten Menschen haben vier sichtbare Weisheitszähne, manche aber auch drei, zwei, einen oder sogar keinen. Das liegt daran, dass dieser besondere Zahn oft im Kiefer verbleibt und nicht in die Mundhöhle hindurch bricht. Bleiben die Weisheitszähne teilweise im Kiefer („teilretiniert“) oder vollständig („retiniert“), kann das zahlreiche Probleme auslösen: Der Zahn kann schräg aus dem Kiefer herauswachsen, zur Gebissmitte hin kippen und schmerzhaft auf den benachbarten Zahn drücken. Im Extremfall könnte dies dazu führen, dass der Weisheitszahn die Wurzel des Nachbarzahns stark schädigt. 

    Eine weitere Komplikation entsteht, wenn ein Weisheitszahn nur aus einer Kieferhälfte herauswächst. Denn dann fehlt ihm der Druck durch seinen Gegenspieler im Unter- oder Oberkiefer. Die Folge: Dieser Zahn wächst stärker in die Höhe, bisweilen sogar bis über die übrige Kaufläche hinaus. Das wiederum stört die natürliche Balance des menschlichen Gebisses und kann chronische Schmerzen hervorrufen. 

    Doch auch wenn der Weisheitszahn geplant und gerade durchbricht, ist nicht immer alles in Ordnung. Er lässt sich wegen seiner Lage im Kiefer nur schlecht mit Zahnbürste oder Zahnseide reinigen, und an seinen Rändern lagern sich häufig bakterielle Beläge ab. Manchmal bildet sich über dem wachsenden Zahn sogar eine Schleimhaut-Tasche, die sich mit Speiseresten füllt und entzündet.

      Gut zu wissen

      Der Mensch braucht eigentlich gar keine Weisheitszähne mehr – anders als unsere Vorfahren. Ihnen halfen die Weisheitszähne beim Zerkleinern von rohem Fleisch und harten Wurzeln. Unser heutiges Gebiss hat sich vielfach so weit zurückgebildet, dass kaum noch Platz für Weisheitszähne vorhanden ist.

      Die Risiken einer Weisheitszahn-OP

      Die Entfernung des Weisheitszahns selbst ist schmerzfrei. Die Patienten können entscheiden, ob sie sich lokal betäuben lassen oder eine Vollnarkose bevorzugen. Hierbei sollten sie jedoch den Rat ihres Zahnarztes befolgen. Auch wenn nach der Operation die Wunde schmerzt, das untere Gesicht etwas anschwillt („dicke Backen“) oder sich blaue Flecken bilden: Gegen diese Nachwirkungen helfen Schonung, Kühlung und – wenn nötig – leichte Schmerzmittel. All diese Folgeerscheinungen lassen meist schon nach ein paar Tagen deutlich nach. 

      Jeder operative Eingriff kann unerwünschte Folgen haben. Das gilt auch für die Entfernung von Weisheitszähnen. Die möglichen Komplikationen – Schwellungen, Schmerzen, Nachblutungen, Entzündungen – lassen sich jedoch minimieren, wenn sich die Patienten gründlich auf die Operation vorbereiten und auch die vom Zahnarzt empfohlene Nachsorge gewissenhaft durchführen. 

      Die folgenden Komplikationen können auftreten und bisweilen den Heilungsverlauf verzögern:

      1. Entzündung

      Bakterien dringen in die Wunde ein und lösen eine Infektion aus. Die Wundränder röten sich, schwellen an und schmerzen. Bei einer starken Entzündung kann der Patient auch Fieber bekommen. Bei schweren Infektionen verschreibt der Arzt schmerz- und entzündungshemmende Antibiotika.

      2. Schwellung

      Fast alle Patienten haben nach einer Weisheitszahn-OP die typische „dicke Backe“. Diese vorübergehende Schwellung ist aber harmlos und verschwindet meist nach wenigen Tagen. Wenn sich die Wange bläulich verfärbt, ist das ein Zeichen für ein Hämatom („blauer Fleck“): Einige Blutgefäße wurden bei dem Eingriff verletzt, Blut tritt aus und sammelt sich z.B. in den Wangen. Die besten Mittel gegen alle Arten von Schwellungen sind: Schonung, Kühlung, wenig Bewegung und das Hochlagern des Kopfes. 

      3. Nachblutungen

      Nach der Operation verliert die Wunde meist etwas Flüssigkeit – es bildet sich eine Mischung aus Blut und Speichel. Zahnärzte empfehlen, das Blut nicht zu schlucken, sondern auszuspucken und anschließend den Mund vorsichtig mit kühlem Wasser auszuspülen. Danach sollten die Patienten auf ein Stofftaschentuch (kein Papier!) beißen und mit etwas Druck den Blutfluss stoppen. Auf diese Weise gerinnt das Blut leichter, die Wunde verschließt sich wieder. Wichtig: Hört die Blutung nach ca. zwei Stunden trotzdem nicht auf, sollten Sie ihren behandelnden Zahnarzt aufsuchen.  

      4. Schädigung der benachbarten Zähne

      Es passiert äußerst selten, dass durch die Weisheitszahn-OP andere Zähne verletzt werden. Im Gegenteil: Die Entfernung der Problem-Zähne hilft dabei, die übrigen Zähne langfristig zu schützen. 

      5. Verletzung von Nerven

      Auch diese Komplikation ist sehr unwahrscheinlich. Die moderne Operations- und Röntgentechnik ermöglicht es dem Zahnarzt, eine Schädigung der beiden nahe der unteren Weisheitszähne verlaufenden Nerven zu vermeiden.

      6. Bruch des Kiefers

      Während des Eingriffs ist es so gut wie ausgeschlossen, dass der Kieferknochen derart stark beschädigt wird. Es ist jedoch möglich, dass der durch die Operation geschwächte Kiefer noch Wochen später durch starke Schläge oder Stöße brechen kann. Dentalexperten raten daher, bis zu drei Monate nach dem Eingriff nur sehr vorsichtig Sport zu treiben.

      Das Risiko von Schmerzen und Komplikationen ist umso höher, je mehr Weisheitszähne Sie sich auf einen Schlag entfernen lassen. Die meisten Zahnärzte empfehlen die Zwei-Schritte-Methode: Sie behandelm zuerst die beiden rechten Weisheitszähne, dann nach einigen Wochen die beiden linken. Es ist aber auch möglich, dass alle vier Zähne während einer Operation entfernt werden. Das bedeutet jedoch mehr Wunden, mehr Schwellungen und auch mehr Einschränkungen beim Essen und Trinken.

      Dr. Dr. Sidney Junghans, Mund-Kiefer-Gesichtschirurg im AllDent Zahnzentrum Augsburg

      Die Weisheitszahn-OP ist ein Routine-Eingriff.

      Weisheitszähne können in unproblematischen Fällen einfach gezogen werden. Wenn sie allerdings zu wenig Platz im Kieferknochen haben, daher nicht richtig durchbrechen, gekippt oder verdreht wachsen, verursachen sie Beschwerden und müssen operativ entfernt werden. Keine Angst, das ist eine der häufigsten oralchirurgischen Maßnahmen!

      Dr. Dr. Sidney Junghans, Mund-Kiefer-Gesichtschirurg im AllDent Zahnzentrum Augsburg

      Die Vorbereitung bei einer Weisheitszahnentfernung

      1. Kühlpacks vorbereiten
      2. Begleitperson oder Taxi organisieren
      3. Genesungszeit einplanen

      Wer gut plant, hat beinahe schon die halbe Operation überstanden. Sie sollten erstens zu Hause rechtzeitig und ausreichend Kühlpacks bereitlegen. Zweitens sollten Sie jemanden bitten, Sie nach der Behandlung abzuholen oder ein Taxi zu bestellen, da sie wegen der Betäubung nicht Auto, Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel benutzen dürfen. Und sie sollten, drittens, genügend Zeit für Ihre Genesung einkalkulieren: Drei bis sieben Tage nach der Operation sind schwere körperliche Arbeiten oder Sport verboten.

      Der Ablauf einer Weisheitszahn-Operation

      Weisheitszahn-OP - Junge Frau führt ein Beratungsgespräch mit ihrem Zahnarzt.

      Wie umfangreich die Behandlung ausfällt, hängt von Ihrer individuellen Situation ab: Wollen Sie alle Zähne auf einen Schlag entfernen lassen oder nur zwei? Sind die Weisheitszähne schon vollständig aus dem Kiefer herausgewachsen oder sind sie noch (teilweise) im Kieferknochen eingeschlossen? Genügt eine lokale Betäubung oder brauchen Sie eine Vollnarkose? Bereits durchgebrochene Weisheitszähne können oftmals wie normale Zähne lediglich mit einer Zange gezogen werden.

      Es ist empfehlenswert, eine Vorbesprechung mit dem behandelnden Zahnarzt zu vereinbaren, in der Sie Ihre Fragen abklären können.

      Bei einem noch im Kiefer liegenden Weisheitszahn beginnt die eigentliche Operation nach der Betäubung, indem der Zahnarzt das Zahnfleisch mit einem kleinen Skalpell öffnet und zur Seite klappt. Danach schafft er mit einer chirurgischen Mini-Fräse einen Zugang zum Weisheitszahn, kühlt das umliegende Gewebe und enthüllt die Zahnkrone. Nun zerteilt der Operateur vorsichtig den Zahn, entfernt die einzelnen Stücke und sterilisiert die Wunde. Zum Schluss klappt er die geöffneten Zahnfleischränder wieder zusammen und vernäht sie.

      Was passiert nach der operativen Entfernung eines Weisheitszahns?

      Im Normalfall verheilt die Wunde innerhalb von etwa sieben Tagen. Wie schnell dieser Prozess abläuft, hängt insbesondere von der Schwere der Operation und dem nachträglichen Verhalten des Patienten ab. 

      Um die Wahrscheinlichkeit einer Komplikation möglichst gering zu halten, sollte Ihr Zahnarzt Sie bis zu sieben Tage krankschreiben – bei Bedarf auch länger. Außerdem sollten Sie unbedingt zu einer Nachkontrolle gehen. Im Idealfall verbinden Sie diesen Termin mit der Überprüfung der Wundnähte. Die Wunde im Kiefer ist üblicherweise nach sieben Tagen so gut verheilt, dass der Zahnarzt die Fäden ziehen kann. 

      Die besten Tipps für die Zeit nach der Weisheitszahn-OP

      Kühlung, Sport, Essen, Trinken, Zahnpflege: So sorgen Sie selbst dafür, dass Ihre Behandlung möglichst schmerz- und komplikationsfrei verläuft:

      1. Richtig kühlen

      Wer möglichst frühzeitig nach der Operation die Wunde kühl hält, verringert die auftretenden Schwellungen. Die sinnvollsten Kühlungsmittel sind kalte Tücher oder Cool Packs aus der Apotheke. Wichtig: Diese meist eiskalten Packungen sollten Sie niemals direkt aus dem Kühlschrank auf Ihrer Haut platzieren, sondern unbedingt ein dünnes Tuch unterlegen. Wer das nicht tut, riskiert durch die aggressive Kälte Haut-Verbrennungen.

      2. Wärme vermeiden

      Nicht nur heiße Speisen und Getränke, sondern auch Sauna, Sonnenbad und Solarium sind Gift für Ihre frisch operierte Wunde. All das können Sie auf die Zeit Ihrer vollständigen Genesung verschieben (ca. sechs Wochen).

      3. Auf Sport verzichten

      Mindestens eine Woche lang sollten Sie nach dem operativen Eingriff auf körperliche Betätigung und Sport verzichten. Der Grund: Sportliche Aktivitäten verstärken die Durchblutung Ihres Körpers – und erhöhen so das Risiko, dass die Kieferwunde nachblutet und die Wundnähte wieder aufreißen.

      4. Auf Essen und Trinken achten

      Absolut tabu sind Alkohol und Tabak. Zahnärzte empfehlen nach der Operation bevorzugt weiche, kalte oder lauwarme Nahrung. Wer zu heiß isst oder trinkt, gefährdet die Wundheilung. Das gilt auch für harte und krümelige Speisen, wie z.B. Müsli oder Nüsse. Milchsäurebakterien können Infektionen verursachen. Daher sollte man ein paar Tage auf Milch, Joghurt und Käse verzichten.

      Förderlich für eine rasche Genesung sind hingegen nach Meinung der Experten: (zartes) Fleisch, (weichgekochtes) Gemüse, Kartoffeln, Kartoffelpüree, Suppen, Pfannkuchen, Apfelmus, Haferbrei und Pudding (ohne Milch). Sehr nahrhaft und leicht zu schlucken sind nach ein bis zwei Tagen auch Eier: weichgekocht oder als Rührei, ruhig etwas flüssiger als gewöhnlich.

      5. Zähne pflegen

      Nach der Entfernung der Weisheitszähne sollten Sie die übrigen Zähne ca. 24 Stunden später wieder reinigen. Die Faustformel: Soviel Zahnpflege, wie es Ihnen die Schmerzen und die eingeschränkte Bewegungsfreiheit des Kiefers ermöglichen. Sie dürfen alle Bereiche im Mund putzen, die Sie problemlos mit der Zahnbürste erreichen. Ausnahme: Die Wunde und ihre unmittelbare Umgebung. Hilfreich und reinigend ist es auch, den Mund sanft auszuspülen – entweder mit kühlem Wasser oder einer Mischung aus Wasser und etwas Chlorhexidin. Am Anfang genügt es, den Kopf beim Spülen leicht hin- und herzubewegen.

      Angst vor der Weisheitszahn-Operation

      Trotz modernster Operationstechnik und bestens ausgebildeter Zahnärzte ängstigen sich viele Patienten noch immer so sehr vor einer Entfernung ihrer Weisheitszähne, dass sie für diesen Eingriff eine Vollnarkose wünschen. Diese starke Betäubung ist aber nur dann sinnvoll, wenn sie auch unbedingt medizinisch erforderlich ist. Denn eine Vollnarkose bedeutet für den menschlichen Körper stets eine enorme Belastung – auch noch längere Zeit nach der Operation. Demgegenüber lässt sich eine örtliche Betäubung heutzutage so zielgenau dosieren, dass die Patienten während des Eingriffs ebenso wenig spüren wie bei einer Vollnarkose, nachher aber viel schneller wieder körperlich einsatzfähig und geistig wach sind. 

      Lesen Sie dazu auch unseren Ratgeberartikel „Zahnarztphobie - die Angst vorm Zahnarzt überwinden“.

      Kostenübernahme bei einer Weisheitszahn-OP

      Wenn Sie sich zu einer Entfernung der Weisheitszähne entschließen oder Ihr Zahnarzt Ihnen dazu rät: Die Kosten der Operation und einer lokalen Betäubung übernehmen die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen. Das gilt jedoch nicht für eine Vollnarkose – hier zahlt die gesetzliche Kasse nur, wenn diese Form der Betäubung ausdrücklich medizinisch notwendig ist. Auch die immer beliebter werdende zusätzliche Ruhigstellung mit Lachgas ist eine reine Privatleistung. Die Kosten von ca. 60 bis 80 Euro werden von der gesetzlichen Krankenversicherung nicht getragen.

      Mit einer Zahnzusatzversicherung des Münchener Verein werden die Kosten beim Zahnarzt für Lachgas übernommen.

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      Fazit - Weisheitszahn-OP: Tipps, Ablauf, Dauer und Kosten

      Wer ständig Probleme mit den Weisheitszähnen hat, sollte sie von einem Dentalspezialisten entfernen lassen. Diese Operation ist meist ein Routineeingriff. Patienten sollten sich aber gut vorbereiten, ausreichend Zeit für Ihre Genesung einplanen, körperliche Anstrengungen vermeiden und sich schonend ernähren. Das verkürzt die Zeit der Wundheilung erheblich.

      Fragen und Antworten zum Thema "Weisheitszahn-Operation"

      Wovon hängt es ab, wann mir der Zahnarzt die Fäden zieht?

      In den meisten Fällen werden die Fäden der Kieferwunde nach sieben Tagen entfernt. Der genaue Zeitpunkt richtet sich danach, wie groß die Wunde ist und ob übermäßig viele Nachblutungen oder gar Entzündungen aufgetreten sind.

      Welche Schmerzmittel kann ich nach der OP einnehmen?

      Zahnärzte raten hier zu den Klassikern Ibuprofen und Paracetamol. Sie lindern die mit der Entfernung eines Weisheitszahns verbundenen Schmerzen und Entzündungen. Patienten sollten auf keinen Fall Aspirin nehmen, da der Wirkstoff Acetylsalicylsäure blutverdünnend wirkt und das Risiko von Nachblutungen erhöht. Ein Antibiotikum verschreibt der Zahnarzt nur bei Komplikationen oder extrem umfangreichen Eingriffen. 

      Warum wird zur Betäubung manchmal Lachgas eingesetzt? Und was ist das genau?

      Das farb- und geruchlose Gas beruhigt die Patienten und lindert ihre Angst. Die Patienten sind bei vollem Bewusstsein, fühlen sich aber gelöst und locker. Das Lachgas wird mit Sauerstoff verdünnt und meist in einer Kombination mit einer lokalen Betäubung eingesetzt.

      Was ist bei der OP nötig – eine lokale Betäubung oder eine Vollnarkose?

      In den meisten Fällen genügt eine lokale Betäubung. Ganz gleich, ob einer oder mehrere Zähne gezogen werden. Bei aufwändigen Eingriffen und in medizinisch notwendigen Fällen kann der Zahnarzt aber auch eine Vollnarkose empfehlen. 

      Wer sollte eine Weisheitszahn-Operation durchführen?

      Jeder Zahnarzt mit chirurgischer Erfahrung kann einen Weisheitszahn ziehen – vorausgesetzt: Der Problemzahn hat gerade Wurzeln, steht nicht schief und ist vollständig durchgebrochen. Wenn der Weisheitszahn aber über stark verästelten Wurzeln verfügt oder noch fast vollständig vom Kieferknochen umschlossen ist, sollte man erfahrene Kiefer- bzw. Oralchirurgen aufsuchen. 

      Frau mit Headset lächelt - Münchener Verein Gesundheitsservices

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      Quellen

      MKG Plus: www.mkgplus.de 
      Apotheken Umschau: www.apotheken-umschau.de
      Dentalplus: www.weisheitszaehne.de
      ZPK Herne: www.zpk-herne.de
      Dentalplus: www.weisheitszaehne.de
      Bayerische LandesZahnärzte Kammer: www.zahn.de
      Apotheken Umschau: www.apotheken-umschau.de
      Primo Medico: www.primomedico.com
      Dr. Gumbert GmbH: www.dr-gumpert.de
      Mamisch Dental Health AG: www.zahnersatzsparen.de
      Weisheitszahn-OP.net: www.weisheitszahn-op.net
      Zahnboutique: www.zahnboutique.ch

      Alle abgerufen am 10.02.2021.
      Text fachlich geprüft von Dr. Dr. Sidney Junghans, AllDent Zahnzentrum Augsburg

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