Ratgeber > Zahngesundheit > Zahnpasta mit oder ohne Fluorid?
12.01.2022 | 9:20 min

Zahnpasta mit oder ohne Fluorid? Pro & Contra, Alternativen

Fluorid härtet den Zahnschmelz und verhindert Karies - dennoch ist der in der Zahnpasta enthaltene Wirkstoff umstritten. In großen Mengen kann die Substanz die Gesundheit beeinträchtigen und sogar toxisch wirken, so dass vor allem Eltern bei der Wahl der richtigen Zahncreme für ihren Nachwuchs verunsichert sind. Eine Überdosierung ist in Deutschland jedoch kaum denkbar. Nach Ansicht der Kassenärztlichen Bundesvereinigung sind Fluoride das beste Mittel für die Kariesvorsorge. Wer dennoch auf eine fluoridhaltige Zahnpasta verzichten möchte, findet für seine Mundhygiene verschiedene Alternativen.

  • Fluorid eignet sich ausgezeichnet zur Kariesprophylaxe
  • Für Babys und Kinder ist eine ausreichende Fluoridversorgung wichtig
  • Gesundheitliche Folgen durch Überdosierung sind kaum zu befürchten
  • Zahnpasta ohne Fluorid aus natürlichen Inhaltsstoffen sind eine denkbare Alternative
    Weiße Zahnpasta, aufgetragen auf einer roten Zahnbürste vor verschwommenem Hintergrund.

    Fluoride effektiv im Kampf gegen Karies

    Bakterien nutzen jede Chance, um den Zahnschmelz anzugreifen und Karies zu bilden. Und genau hier kommt das Fluorid ins Spiel: Die Substanz hemmt das Wachstum der Bakterien und macht den Zahnschmelz unempfindlicher gegen Säuren oder Mikroorganismen.

    Nehmen wir zu viel Fluorid zu uns, führt das zu einer sogenannten Fluorose, die sich zuerst durch harmlose, meist weißliche Verfärbungen auf dem Zahnschmelz zeigt. Bekannt sind die deutlichen Folgen der Fluorose beispielsweise aus Indien in den 1930-er Jahren, wo es in einigen Gebieten eine stark erhöhte Konzentration von Fluorid im Trinkwasser gab. Zahnverfall sowie Deformationen des Skeletts und Gelenkverkalkung waren die dramatischen Auswirkungen einer langjährigen Überdosierung.

    Was sind Fluoride?

    Fluoride sind Verbindungen, die das gasförmige Fluor mit anderen chemischen Stoffen eingeht. Daraus resultiert vermutlich das Missverständnis, dass Fluoride stark giftig sind. Denn das Gas Fluor ist ätzend und stark giftig. Geht das Gas jedoch eine Verbindung mit einem anderen Stoff wie beispielsweise Natrium ein, verliert es seine toxischen Eigenschaften.

    Bekannt ist beispielsweise fluoridhaltiges Speisesalz. Hier wird der Wirkstoff künstlich zugesetzt. Natürlicherweise ist Fluorid als Spurenelement in schwarzem Tee oder Trink- oder Mineralwasser in unterschiedlichen, meist geringen Dosen enthalten. Zudem enthalten die meisten Zahncremes Fluorid. Wir nehmen Fluoride durch Verschlucken auf.

    Wieso enthält Zahnpasta Fluorid?

    Zahnpasta mit Fluorid bietet eine effektive Kariesvorsorge. Gelangen die Fluoride über die Zahnpasta oder ein entsprechendes Gel auf die Zähne, bildet die Substanz einen Schutzfilm um die Zähne, eine Art Deckschicht aus Kalziumflorid.

    Der Vorteil: Beim Essen entstehende Säuren werden bereits aus dieser Deckschicht neutralisiert, die Mineralien im Zahnschmelz bleiben vor Ort, der Zahnschmelz fest. 

    Gut zu wissen

    In Deutschland ist eine Überdorsierung von Fluorid unwahrscheinlich, der Fluoridgehalt im Trinkwasser ist in den meisten Regionen sogar so gering, dass wir die Substanz zur Kariesprophylaxe auf anderem Wege zu uns nehmen müssen. Das geschieht unter anderem durch bestimmte Nahrungsmittel, spezielle Fluoridtabletten für Kinder oder fluoridhaltige Zahnpasta. Wer es genau wissen möchte, erfährt den Fluoridgehalt des Trinkwassers beim örtlichen Wasserwerk. 

    Rosemarie Fasbender, zahnärztliche Oberärztin im AllDent Zahnzentrum Augsburg

    Im Kampf gegen Karies ist Fluorid unverzichtbar.

    Wissenschaft und Verbraucherschützer sind sich einig, dass Fluorid in der Zahnpasta zur Vorbeugung von Karies unverzichtbar ist. Die Dosis macht das Gift! Man müsste tubenweise Zahnpasta schlucken, um sich akut oder längerfristig zu vergiften. Moderne Zahnpasten enthalten außerdem Inhaltsstoffe, die beispielsweise bakteriellem Zahnbelag, Zahnfleischbluten oder empfindlichen Zahnhälsen vorbeugen.

    Rosemarie Fasbender | Zahnärztliche Oberärztin im AllDent Zahnzentrum Augsburg mit Schwerpunkten in Wurzelkanalbehandlung und Implantologie

    Zahnpasta mit oder ohne Fluorid?

    Nachdem Forscher in den 30-er Jahren herausgefunden hatten, dass Kinder, die fluoridhaltiges Trinkwasser zu sich nahmen, deutlich seltener unter Karies litten, wurde in den 50-er Jahren in den USA die erste fluoridhaltige Zahncreme entwickelt.

    Seitdem ist die Zahnpasta mit Fluorid das effektivste Mittel im Kampf gegen Karies. Dennoch nehmen kontroverse Diskussionen rund um die fluoridierten Zahncremes in den letzten Jahren deutlich zu.

    Vor- und Nachteile von Zahnpasta mit und ohne Fluorid

    Vorteile von Zahnpasta mit Fluorid:

    Nachteile von Zahnpasta mit Fluorid:

     

     

    Vorteile von Zahnpasta ohne Fluorid

    • Zahnpasta ohne Fluorid enthält überwiegend natürliche Inhaltsstoffe
    • Kein Risiko an einer Fluorose zu erkranken
       

    Nachteile von Zahnpasta ohne Fluorid:

    • Zahncremes ohne Fluorid erhalten in der Regel keine Gütesiegel und schneiden bei Tests schlechter ab
    • Einige Inhaltsstoffe wie Aktivkohle können den Zahnschmelz schädigen
    • Bei Verbrauchern mit Kariesneigung oder freiliegenden Zahnhälsen bietet die Zahnpasta keinen ausreichenden Schutz
       

    Zahnpasta für Babys mit oder ohne Fluorid?

    Blondes Kleinkind beim Zähneputzen im Badezimmer

    Babys und Kleinkinder sollten zur Kariesvorbeugung Fluorid bekommen. Die Spurenelemente unterstützen das Aushärten des Zahnschmelzes und schützen vor dem Eindringen von Bakterien. In der Vergangenheit war die Fluoridierung und Kariesprophylaxe zwischen Kinder- und Zahnärzten strittig, inzwischen gibt es eine einheitliche Handlungsempfehlung, die vom Netzwerk „Gesund ins Leben“ des Bundesministeriums für Ernährung veröffentlicht wurde.

    Ab dem Durchbruch des ersten Zahns gibt es zwei Möglichkeiten:

    • Gabe von Vitamin-D-Fluoretten zur Versorgung mit Fluor und Vitamin D und Verwendung einer fluoridfreien Zahncreme
    • Zwei Mal tägliche Zahnreinigung mit einer reiskorngroßen Menge Fluoridzahncreme mit einem Fluoridanteil von 1.000 ppm Fluorid und Verzicht auf die Gabe von Fluortabletten, lediglich die Gabe von Vitamin D wird empfohlen

    Kinderzahnpasta mit oder ohne Fluorid?

    Spätestens im Kindergartenalter greifen die Kleinen selbst zur Zahnbürste. Ab dem zweiten Lebensjahr empfehlen die Experten zwei Mal täglich mit einer fluoridhaltigen Zahncreme und einer etwa erbsengroßen Dosierung zu putzen. Die spezielle Kinderzahncreme enthält einen genau auf die Kinder abgestimmten Fluoridgehalt von 1.000 ppm.

    Wichtig ist, die Kinder anzuleiten, die Zahncreme auszuspucken und nicht herunterzuschlucken, damit das Fluorid nicht in den Körper gelangt.

    Schon im Kindesalter vorsorgen. Mit einer Zahnzusatzversicherung vom Münchener Verein.

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    Wieso sollte man Zahnpasta ohne Fluorid verwenden?

    Wer bei der Zahnpflege Wert auf natürliche Inhaltsstoffe legt, greift gern auf eine Zahnpasta ohne Fluorid zurück. Zunehmend rückt die Nachhaltigkeit in den Fokus und so verzichten viele Verbraucher inzwischen auf Plastikverpackungen und Tuben.

    Im Handel gibt es verschiedene Bio-Produkte für eine gesunde und biologische Zahnpflege. Zahnpasta ohne Fluorid enthält in der Regel keine chemischen Zusätze wie Triclosan und Natriumsulfat. Die Stoffe stehen im Verdacht, die Schleimhäute zu reizen und die Darmflora anzugreifen. Eine fluoridfreie Zahncreme besteht aus natürlichen Stoffen, die für eine gesunde Mundhygiene sorgen.

    Für Verbraucher, die eine Zahnpasta ohne Fluorid verwenden, sind eine gründliche Zahnpflege und eine gesunde Ernährung besonders wichtig. Um das Kariesrisiko zu reduzieren, sollte man in diesem Fall vor allem auf Zucker verzichten.

    Für wen ist Zahnpasta ohne Fluorid geeignet?

    Eine Zahnpasta ohne Fluorid ist für Babys und Kleinkinder geeignet, die nach dem Zähneputzen nicht verlässlich ausspucken. Erhalten die Kleinen ersatzweise Fluoridtabletten, ist die Verwendung einer Zahnpasta ohne Fluorid für Kinder zu empfehlen.

    Unter Umständen wird der Bedarf an Fluorid bereits durch fluoridhaltiges Trinkwasser und entsprechende Nahrungsmittel wie Fisch oder Walnüsse und fluoridhaltiges Speisesalz gedeckt. Das gilt auch für Verbraucher, die ein fluoridhaltiges Mundwasser verwenden.

    Bevor Sie sich für eine Zahnpasta ohne Fluorid entscheiden, beraten Sie sich am besten mit Ihrem Zahnarzt.

    Welche alternative Zahnpasta ohne Fluorid gibt es?

    Frische Aloe Vera-Zahnpasta auf einer Zahnbürste aus Holz.

    Im Handel oder in der Apotheke gibt es Zahnpasta ohne Fluorid. Zudem stellen Sie mit Kokosöl selbst ohne großen Aufwand eine Zahnpflege her.

    Es muss nicht immer Zahnpasta sein, einige Drogerien bieten inzwischen Zahntabletten an, die im Mund zerkaut werden, bis sich Schaum bildet. Danach werden die Zähne einfach wie gewohnt gereinigt. Noch einfacher geht es mit Zahnpulver: Die Zahnbürste wird angefeuchtet, ins Pulver getunkt und los geht's. Eine Alternative zum Zahnpulver ist Natron, das nicht nur reinigt, sondern antibakteriell wirkt.

    Zahnpasta mit Aktivkohle

    Zahnpasta mit Aktivkohle sorgt vor allem für weiße Zähne. Die Aktivkohle Zahnpasta ohne Fluorid schleift Zahnbeläge einfach weg und hellt so die Zahnoberflächen auf. Bei einer längeren Anwendung werden die Zähne jedoch stark aufgeraut und auf Dauer bilden sich schneller Beläge. 

    Teebaumöl Zahnpasta

    Teebaumöl Zahnpasta ohne Fluorid ist besonders bei Zahnfleischentzündungen oder Wunden im Mundraum eine gute Wahl. Das Teebaumöl hat eine heilende Wirkung, sorgt für den Erhalt der Mundflora und beschleunigt die Wundheilung. Zudem wirkt die Zahnpasta mit Teebaumöl sehr gut gegen Verfärbungen und Mundgeruch.

    Zahnpasta ohne Fluorid

    Wenn Ihre Zähne beim Genuss von Süßem, Heißem oder Kaltem schmerzen, gibt es besondere Zahnpasta ohne Fluorid für schmerzempfindliche Zähne. Diese milden Produkte stärken das Zahnfleisch und schonen gleichzeitig den Zahnschmelz. 

    Himalaya Zahnpasta

    Himalaya Zahnpasta ohne Fluorid besteht aus Himalaya-Salz, Kräutern und natürlichen Inhaltsstoffen. Das Salz ist reich an verschiedenen Mineralien, die durchblutungsfördernd und antibakteriell wirken. Die Verwendung der Zahnpasta ohne Fluorid in Bioqualität regt den Speichelfluss an und nutzt ein basisches Mineralsalz, um die schädlichen Säuren in der Mundhöhle zu neutralisieren. Auf diese Weise soll eine natürliche Kariesprophylaxe erreicht werden.

    Mit einer Kombination aus der täglichen Zahnpflege und einer regelmäßigen Prophylaxe beim Zahnarzt, sorgen Sie dauerhaft für eine gute Zahngesundheit. Idealerweise setzen Sie bei Ihrer Vorsorgeplanung auf die Zahnzusatzversicherung des Münchener Verein. Die ZahnGesund-Tarife leisten für bis zu zwei professionelle Zahnreinigungen jährlich.

    Kokosöl - die alternative Zahnpasta zum Selbermachen

    Zusammen mit etwas Xylit oder Stevia und einem Pfefferminzöl stellen Sie eine Kokosöl Zahnpasta her:

    • erwärmen Sie 120 ml Kokosöl
    • rühren Sie etwa zwei bis vier Teelöffel Xylit für die Süße ein
    • geben Sie bis zu 15 Tropfen ätherisches Pfefferminzöl hinzu

    Eine weitere Variante ist die Kombination von Kokosöl und Natron. Das Natron dient dabei als natürliches Schleifmittel und entfernt Zahnbeläge:

    • erwärmen Sie drei Esslöffel Kokosöl
    • geben Sie die gleiche Menge Natron hinzu
    • zum Süßen geben Sie etwas Stevia oder Xylit hinzu, je nach Geschmack
    • rühren Sie rund 15 Tropfen Minzöl ein

    Die selbstgemachte Kokosöl Zahnpasta hält sich in einem luftdichten Behälter für einige Wochen frisch.

    Neben Kokosöl und Natron gibt es verschiedene weitere Ideen, einer natürlichen Zahnpflege. Wer unter unschönen Verfärbungen auf den Zahnoberflächen leidet, findet in unserem Artikel “11 Hausmittel zum Zähne aufhellen im Check” verschiedene Möglichkeiten, die Zähne aufzuhellen.

    Gut zu wissen

    Kokosöl ist ein ausgezeichnetes Mittel, um Zahnfleischentzündungen zu lindern. Auch im Kampf gegen Karies hat sich Kokosöl Zahnpasta bewährt, Studien zeigen, dass durch das regelmäßige Massieren des Zahnfleischs mit Kokosöl die Kariesbakterien reduziert werden konnten. Zudem sorgt die Beschaffenheit des Öls dafür, dass sich weniger Bakterien an die Zahnoberflächen heften.

    Hausgemachte Zahnpasta mit Kokosnussöl und Minze für eine natürliche Zahnpflege.

    Fazit - Zahnpasta mit oder ohne Fluorid

    Fluorid trägt durch seine positiven Eigenschaften perfekt zur Kariesvorbeugung und dem Zahnerhalt bei. Damit das Spurenelement direkt auf den Zahnoberflächen wirken kann, enthalten die meisten Zahncremes Fluorid. Aufgrund der geringen Wirkstoffkonzentration ist eine Überdosierung eher unrealistisch. Dennoch sorgen Diskussionen um den Wirkstoff zunehmend für Verunsicherung. Mit Zahnpasta ohne Fluorid gibt es daher inzwischen einige Alternativen für eine gesunde Mundhygiene.

    Hinweis: Unsere Artikel liefern allgemeine Informationen zu möglichen zahnärztlichen Behandlungen, ohne dass damit ein Rechtsanspruch auf Leistungen aus unseren Zahnzusatzversicherungen abgeleitet werden kann. Es gelten die entsprechenden Vertragsgrundlagen (AVB sowie die jeweiligen Tarifbedingungen). Leistungsanträge werden im jeweiligen Einzelfall auf Vorliegen der Voraussetzungen für einen Leistungsanspruch geprüft.

    Fragen und Antworten zum Thema "Zahnpasta mit oder Fluorid"

    Warum sollte ich Zahnpasta mit oder ohne Fluorid benutzen?

    Eine Zahnpasta mit Fluorid reduziert das Kariesrisiko erheblich, eine Zahnpasta ohne Fluorid unterstützt die Mundhygiene und entfernt Zahnbeläge, bietet jedoch keinen verlässlichen Kariesschutz.

    Dr. David Okano, Parodontologe der Health University of Utah bestätigt, dass Zahnpasta mit Fluorid der Remineralsierung dient und so gegen Karies wirkt. Der Experte rät daher, regelmäßig täglich zwei Mal mit einer fluoridhaltigen Zahncreme zu putzen.

    Die Wirkung einer Zahnpasta mit Fluorid ist wissenschaftlich belegt. Wer dennoch auf eine Zahnpasta ohne Fluorid zurückgreifen möchte, sollte auf eine sehr gute Zahnpflege und Mundhygiene achten. Auch eine zahnfreundliche Ernährung und der Verzicht auf Süßes senkt das Kariesrisiko.

    Wie gesundheitsschädlich ist Zahnpasta mit Fluorid?

    Gesundheitliche Folgen durch Fluorid sind nur bei Aufnahme großer Mengen möglich.

    Nach Angaben der Zeitschrift Ökotest müsste ein erwachsener 70 kg schwerer Mensch mindestens 350 mg Fluorid aufnehmen, um erste Vergiftungsanzeichen zu bemerken. Dazu müsste er den Inhalt aus etwa drei Zahnpastatuben herunterschlucken. In diesem Fall würde der Körper mit Übelkeit oder Kopfschmerzen reagieren. Tödlich wäre die akute Einnahme von rund zehn Gramm Fluorid, das entspricht bis zu 60 Zahnpastatuben. Eine Gesundheitsgefährdung durch eine Zahnpasta mit Fluorid ist also unrealistisch, wer nach der Zahnpflege ausspuckt und die Zahncreme nicht schluckt, muss sich also keine Sorgen machen.

    Macht Zahnpasta mit Fluorid krank?

    Nein, Zahnpasta mit Fluorid macht nicht krank. Zahnpasta mit Fluorid macht den Zahnschmelz resistenter gegen eindringende Bakterien und Säuren und hemmt die Ausbreitung.

    Gesundheitsschädlich sind hohe Mengen des Spurenelements Fluorid. Entscheidend ist, sich an die empfohlenen Dosierungen zu halten. Eltern achten daher idealerweise bei ihren Kindern darauf, dass nicht zu viel Zahnpasta mit Fluorid verwendet wird, gerade kleinere Kinder neigen dazu, deutlich zu viel Zahncreme zu verwenden. Die Überdosierung des Fluorids kann in diesem Fall bräunliche Verfärbungen auf den Zahnoberflächen verursachen.

    Ist Fluorid in der Zahnpasta giftig?

    Die Zahnpasta mit Fluorid enthält nur geringe Mengen Fluorid. In dieser Dosis ist das Spurenelement nicht giftig.

    In Deutschland darf der Fluoridgehalt gesetzlichen Regelungen nach maximal bei 0,15 Prozent liegen, für eine Zahnpasta für Kinder sind maximal 0,05 Prozent Fluorid erlaubt. Bei den geringen Mengen besteht also kein Grund zur Sorge.
    Oftmals kommt es zu Verwechslungen mit dem stark giftigen Gas Fluor. Bei den Fluoriden handelt es sich jedoch um Salze, die unter anderem auch im menschlichen Körper vorkommen.
     

    Sind Fluoride krebserregend?

    Studien zeigen bisher keine krebserregende Wirkung von Fluoriden.
    Stiftung Warentest berichtet, dass auch in Ländern mit fluoridiertem Trinkwasser keine Anzeichen für zunehmende Krebserkrankungen festgestellt wurde.

    Frau mit Headset lächelt - Münchener Verein Gesundheitsservices

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    Quellen

    Zentrum der Gesundheit: www.zentrum-der-gesundheit.de
    Medmeister.de: www.medmeister.de
    Focus online: www.focus.de
    Focus online: www.focus.de
    Oekotest: www.oekotest.de
    Stiftung Warentest: www.test.de
    Public Goods: www.publicgoods.com
    Dentalmagazin: www.dentalmagazin.de
    Zahnarztpraxis im Lehel: www.zahnarzt-lehel.de

    Abgerufen am 15.10.2020

    Pharmazeutische Zeitung: www.pharmazeutische-zeitung.de
    Netzwerk Junge Familie: www.in-form.de

    Abgerufen am 11.01.2022

    Text fachlich geprüft von Rosemarie Fasbender, zahnärztliche Oberärztin im AllDent Zahnzentrum Augsburg 

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