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Häufig gestellte Fragen rund um das Thema Pflege

Finden Sie hier Antworten auf Fragen zu allgemeinen Pflegethemen und den Möglichkeiten zur Absicherung des Pflegefalls.

 

 

  • Alle über 18-jährigen Versicherten der sozialen und privaten Pflege-Pflichtversicherung sind förderfähig, sofern sie noch keine Pflege- oder Betreuungsleistungen erhalten.
  • Diese Personen müssen von den Versicherungsunternehmen aufgenommen werden (Kontrahierungszwang).
  • Für die geförderte private Pflege-Zusatzversicherung gibt es keine Gesundheitsprüfung, Risikozuschläge oder Leistungsausschlüsse.
  • Der Mindestbeitrag beträgt 15 Euro im Monat, abzüglich der staatlichen Förderung in Höhe von 5 Euro ergibt sich ein Mindesteigenbeitrag des Versicherten von 10 Euro im Monat.
  • Das Gesetz sieht bestimmte Mindestleistungen vor, ausgehend von einer Leistung in Höhe von 600 Euro bei Pflegestufe III, davon 30 Prozent in Pflegestufe II, 20 Prozent in Pflegestufe I und 10 Prozent bei eingeschränkter Alltagskompetenz (sog. Pflegestufe 0). Unser Tarif sieht etwas höhere Leistungen (22 Euro Pflegetagegeld in Pflegestufe III) vor.
  • Zwischen Versicherungsbeginn und Leistungsbeginn liegt eine Wartezeit von 5 Jahren.

Falls der monatliche Höchstbeitrag für die Sachleistung nicht vollständig in Anspruch genommen wird, leistet die Pflegeversicherung ein anteiliges Pflegegeld. Man erhält dann beide Leistungen nicht zu vollen Teilen, sondern das Pflegegeld verringert sich anteilig um den Wert der in Anspruch genommenen Sachleistungen. Wer zum Beispiel seinen Anspruch auf Sachleistungen, also Pflege durch einen ambulanten Pflegedienst, nur zu 70 Prozent ausschöpft, erhält noch 30 Prozent des ihm zustehenden Pflegegeldes ausbezahlt.

Pflegebedürftige, die durch Angehörige, Freunde oder Nachbarn zu Hause gepflegt werden, können sich als Alternative zur Pflegesachleistung für die monatliche Zahlung eines Pflegegeldes entscheiden. Das Pflegegeld ist wie die Pflegesachleistung entsprechend dem Grad der Pflegebedürftigkeit gestaffelt.

Auch beim Pflegegeld erhalten Menschen mit zusätzlich erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz (zum Beispiel Demenz)  in allen Stufen eine etwas höhere Leistung.

Pflegesachleistungen erhalten Pflegebedürftige, die im häuslichen Umfeld von zugelassenen ambulanten Pflegediensten gepflegt werden. Die Pflege umfasst die Hilfestellung in den Bereichen der Grundpflege wie Körperpflege, Ernährung, Mobilität und der hauswirtschaftlichen Versorgung.

Die Höhe einer Pflegesachleistung hängt dabei grundsätzlich vom Grad der Pflegebedürftigkeit (Stufe 0 bis Stufe 3) ab. Menschen mit zusätzlich erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz (zum Beispiel Demenz) erhalten in allen Stufen eine etwas höhere Leistung.

Ob und in welchem Umfang eine Pflegebedürftigkeit vorliegt, entscheidet sich bei gesetzlich Versicherten aufgrund der Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherungen (MDK).

Bei den Privaten Krankenversicherungen übernimmt dies die Medicproof GmbH (Gesellschaft für medizinische Gutachten).

Bei beiden erfolgt die Begutachtung nach einheitlichen Richtlinien.

Ausgehend vom Umfang des Hilfebedarfs werden entsprechend den gesetzlichen Vorgaben verschiedene Pflegestufen unterschieden.

Pflegestufe 0 - Eingeschränkte Alltagskompetenz

Pflegestufe 1 - Erhebliche Pflegebedürftigkeit

Pflegestufe 2 - Schwerpflegebedürftigkeit

Pflegestufe 3 - Schwerstpflegebedürftigkeit


In besonders schweren Fällen von Pflegebedürftigkeit kommt eine Einstufung als Härtefall in Betracht. Ein Härtefall liegt dann vor, wenn das Ausmaß der Pflegebedürftigkeit die Stufe III weit übersteigt. Die Pflegeleistungen erhöhen sich dann.

Wer Pflegeleistungen in Anspruch nehmen will, muss gesetzlich vorgeschriebene Kriterien erfüllen. Pflegebedürftig sind nach dem Gesetz Personen, die wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder einer Behinderung für gewöhnliche und regelmäßig wiederkehrende Verrichtungen des täglichen Lebens auf Dauer, voraussichtlich aber für mindestens sechs Monate, in erheblichem oder höherem Maße der Hilfe bedürfen.

Diese Alltagstätigkeiten sind vier Bereichen zugeordnet:

- Körperpflege,

- Ernährung,

- Mobilität und

- hauswirtschaftliche Versorgung

Die Auszahlung der staatlichen Förderung wird über eine zentrale Stelle bei der „Deutsche Rentenversicherung Bund“ abgewickelt. Der Versicherungsnehmer bevollmächtigt den Münchener Verein bei Vertragsabschluss, die Zulage bei der zentralen Stelle zu beantragen. Wir übermitteln der zentralen Stelle für jede versicherte Person alle dafür notwendigen Angaben. Dazu gehören die Antrags- und Vertragsdaten, die Höhe der geleisteten Beiträge sowie eine Bestätigung, dass das Versicherungsverhältnis den gesetzlichen Vorgaben für die Förderfähigkeit entspricht. Sind alle Voraussetzungen für die Förderung erfüllt, zahlt die zentrale Stelle die Zulage direkt an den Münchener Verein aus, der sie dem begünstigten Vertrag gutschreibt. Die Zulage kann nicht geteilt werden. Es ist je versicherte Person immer nur ein Vertrag für den denselben Zeitraum förderfähig.

Die geförderte Pflege-Zusatzversicherung kann von allen Personen abgeschlossen werden, die in der gesetzlichen Pflegeversicherung (soziale bzw. der private Pflegepflichtversicherung) versichert sind, sofern sie das 18. Lebensjahr vollendet haben und bei Vertragsabschluss noch keine Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung beziehen und zuvor auch noch keine entsprechenden Leistungen bezogen haben. Es gibt keine Altersgrenze nach oben. Es gilt Annahmezwang, etwaige Vorerkrankungen dürfen für den Vertragsabschluss nicht abgefragt werden und haben daher keinen Einfluss auf das Zustandekommen des Vertrages, den Versicherungsumfang oder die Beitragshöhe.

 

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