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Zwei Meilensteine: Fusion und Umfirmierung

Eines der wichtigsten Ereignisse in der Geschichte des Münchener Verein findet im Jahr 1929 statt: die Fusion der Münchener Anstalt mit der Schwesterorganisation in Nürnberg. Diese Versicherungsanstalt der Handwerkskammer für Mittelfranken in Nürnberg ist nur zwei Monate jünger als die Versicherungsanstalt des Bayerischen Gewerbebundes, Rechtsvorgänger des Münchener Verein. Die Situation bei ihrer Gründung ist eine andere als in München: Schon im 19. Jahrhundert hat sich Nürnberg zum Industriezentrum im Norden Bayerns entwickelt. In der Folge sind in jener Zeit eine Vielzahl kleiner Krankenkassen entstanden. Sie unterscheiden sich voneinander zum Teil stark in ihrer Organisationsform und Ausrichtung auf Zielgruppen.

  • Wichtiger Schritt in der Geschichte des Münchener Verein im Jahr 1929
  • Fusionierung mit der Schwesterorganisation in Nürnberg
  • Anschließende Namensänderung im Jahr 1936

    Die Wurzeln der Versicherungsanstalt in Nürnberg

    Anfang des 20. Jahrhunderts entstehen die Allgemeine Doktor- und Apotheken-Versicherung Nürnberg sowie der Kranken-Unterstützungs- und Sterbekassenverein für selbständige Handwerker und Gewerbetreibende in Nürnberg. Beide Kassen sind sehr stark auf ihre Klientel aus Handwerk und Gewerbe spezialisiert. Aber dadurch können sie nur eine begrenzte Auswahl an Leistungen anbieten. Das reicht schon bald nicht mehr aus, um konkurrenzfähig zu bleiben. Nach dem Ersten Weltkrieg plant die Handwerkskammer für Mittelfranken in Nürnberg, eine eigene Krankenkasse zu gründen. Darin sehen die beiden vorhandenen Kassen eine Chance. Sie bieten der Handwerkskammer an, ihre Bestände als Grundlage der neuen Versicherung zu nutzen. So kommt es dann auch: Am 22. Juni 1922 wird die Versicherungsanstalt der Handwerkskammer für Mittelfranken in Nürnberg gegründet. Dank der Bestandsübernahme von rund 5000 Mitgliedern geht sie unter denkbar günstigen Bedingungen an den Start.

      Konkurrenzkampf und Annäherung

      Doch der anfängliche Erfolg währt nicht lange: Die Geschäftsgebiete der neu gegründeten Anstalt und die der Vorgängergesellschaft des Münchener Verein sind nicht voneinander abgegrenzt. Schon bald akquirieren die Vermittler der Münchener Anstalt aktiv Kunden in Nordbayern – und das mit großem Erfolg. Daher steht die Nürnberger Anstalt schon bald im Schatten der deutlich stärker wachsenden Versicherungsanstalt des Bayerischen Gewerbebunds. Die naheliegende Lösung ist ein Zusammenschluss der beiden Anstalten. Erste Sondierungen gibt es wohl schon im Jahr 1925. In der Folgezeit nimmt man verstärkt Gespräche auf. Hierbei engagiert sich der Präsident der Münchner Anstalt Andreas Wagner höchstpersönlich.

      Nach Fusion: Krankenkasse des Bayerischen Handwerks und Gewerbes V. a. G.

      Schließlich stimmen die Mitgliederversammlungen der beiden Versicherungsanstalten dem Zusammenschluss zu. Auch die Aufsichtsbehörde erteilt die erforderlichen Genehmigungen. Im Oktober 1929 kommt der Vertrag zur Fusion der beiden Anstalten zustande. Zum 1. Januar 1930 übernimmt die Münchener Versicherungsanstalt des Bayerischen Gewerbebundes den Bestand der Nürnberger Versicherungsanstalt der Handwerkskammer für Mittelfranken. Die Versicherungsverhältnisse werden weitergeführt, die Mitglieder zu den Bedingungen der Münechner Anstalt gleichgestellt. Der Name des neu entstandenen Versicherers: Krankenkasse des Bayerischen Handwerks und Gewerbes V. a. G.

      Altersversorgung für das Handwerk

      Für den späteren Münchener Verein ist die Fusion ein Ereignis von höchster Bedeutung. Jetzt gibt es nur noch eine berufsständische Krankenkasse in Bayern. Zugleich wird auch die Versorgungsanstalt bayerischer Handwerkskammern in den Zusammenschluss mit einbezogen. Sie dient als berufene berufsständische Versicherung zur Altersversorgung des bayerischen Handwerks und Gewerbes. Auf sie überträgt man auch die Bestände an Sterbegeldversicherungen der beiden Krankenkassen. Ihre neue Firmierung lautet Lebens- und Altersversicherungsanstalt für das Bayerische Handwerk und Gewerbe V. a. G. Sitz der Versorgungsanstalt bleibt Nürnberg.

      Die Umfirmierung: Münchener Verein

      Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte der Versicherungsgruppe ist die Namensänderung: Ab dem 19. Dezember 1936 heißen die beiden Gesellschaften der Unternehmensgruppe:

      • Münchener Verein Krankenversicherungsanstalt a. G. München und
      • Münchener Verein Lebensversicherungsanstalt a. G. München

      Bis heute ist der Name „Münchener Verein“ Bestandteil ihrer Unternehmensbezeichnung. Die neue Firmierung ist nicht nur einprägsamer und besser zum Aufbau einer Marke geeignet. Sie zeigt auch eine Öffnung für neue Zielgruppen neben Handwerkern an. Schon seit jeher steht die Mitgliedschaft ja auch Familienangehörigen und Angestellten der Betriebe offen. Doch die neue Firmenbezeichnung steht keineswegs für eine Abkehr von der engen Verbundenheit mit dem Handwerk und Gewerbe. Mit ihr bekundet der Versicherer nicht nur ein klares Bekenntnis zum Standort München, sondern auch zum Vereinsgedanken seiner Organisationsform.

       

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