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Dracula im Grünen - Münchener Verein warnt vor den Folgen eines Zeckenbisses

 

Dracula im Grünen - Münchener Verein warnt vor den Folgen eines Zeckenbisses

München, 18. April 2017 – Sein Name klingt harmlos und er ist nur bis zu 4,5 Millimeter klein: Der Holzbock ist wieder aus der Winterstarre erwacht, er lauert vor allem im Gras, Gebüsch oder Unterholz und ihm dürstet nach Blut. Er gehört biologisch zur Klasse der Spinnentiere und zur Familie der Zecken. Wer von ihm gestochen wird, hat mit schweren gesundheitlichen Folgen zu rechnen, wenn sein Biss unerkannt und unbehandelt bleibt. Bis zu 50 verschiedene Krankheitserreger kann die achtbeinige Zecke übertragen, am gefährlichsten sind Borreliose-Bakterien und FSME-(Frühsommer-Meningoenzephalitis) Viren. Borreliose kann mit Antibiotika wirksam behandelt werden, bei einer FSME-Infektion gibt es keine behandelnde Therapie. Schutz bietet hier nur eine Impfung.

Wird eine Borreliose nicht rechtzeitig behandelt, kann sie das Herz, die Nerven oder Gelenke chronisch schädigen. FSME äußerst sich zunächst wie eine fieberhafte Erkrankung und kann in schweren Fällen zu einer Entzündung der Hirnhaut und zu einer Mitbeteiligung des Rückenmarks und innerer Organe führen. Borreliose kann von den Zecken in ganz Deutschland übertragen werden, pro Jahr werden Aussagen der Ärzteschaft zufolge 80.000 bis 120.000 Erkrankungen geschätzt. In Bayern gibt es etwa vier- bis fünftausend gemeldete Fälle pro Jahr. Infektionen mit FSME-Viren kommen in Deutschland jährlich schätzungsweise in 300 Fällen vor, in Bayern sind es circa 130. Das Robert Koch-Institut hat FSME-Risikogebiete definiert: Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Thüringen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Sachsen sind besonders gefährdet. 

Impfen ist die einzige Möglichkeit, sich vor den Folgen einer FSME-Infektion zu schützen. Für eine Grundimmunisierung sind zunächst drei Impfungen im Abstand mehrerer Monate notwendig. Danach ist alle drei bis fünf Jahre eine Auffrischung erforderlich, um den Impfschutz aufrecht zu erhalten. Nach Angaben des Robert Koch-Institutes aus dem Jahr 2016 sind die Impfquoten in den Risikogebieten jedoch stagnierend oder sogar rückläufig. Mit höheren Impfquoten könnte ein großer Teil der Erkrankungen verhindert werden.

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen in der Regel in Risikogebieten die Kosten für FSME-Schutzimpfungen. Zur Kostenübernahme sind sie jedoch bei Urlaubsreisen nicht verpflichtet. Der Tarif 172 „Vorsorge & Prävention“ der Deutschen AmbulantVersicherung des Münchener Verein übernimmt neben zahlreichen weiteren Leistungen auch Schutzimpfungen gegen FSME. Der Wohnort und Reisetätigkeiten spielen hierbei keine Rolle. Auch in den Unfallversicherungen Unikat Komfort und Unikat Exklusiv des Münchener Verein sind Infektionen mit Borreliose und FSME mitversichert. 

Zecken lieben vor allem gut durchblutete Körperstellen: Hinter den Ohren, Hals und Nacken, Achselhöhlen, Armbeugen und Kniekehlen. Mit langer, imprägnierter und geschlossener Kleidung und festem Schuhwerk ist am besten vorzubeugen. Bei Schwellungen und Rötungen, Fieber und grippeähnlichen Symptomen ist unverzüglich ein Arzt aufzusuchen.

Informationen zum Münchener Verein 

Der Ursprung der Versicherungsgruppe wurzelt in der genossenschaftlichen Idee, eine wirtschaftliche Selbsthilfeeinrichtung für das Handwerk und Gewerbe zu schaffen. Den Anfang machte die Gründung der Münchener Verein Krankenversicherung a.G. als Versicherungsanstalt des Bayerischen Gewerbebundes 1922. Heute ist der Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit mit seinen Tochtergesellschaften auch in der Lebensversicherung und Allgemeine Versicherung aktiv. Aktuelle Auszeichnungen des Unternehmens sind der „Deutsche Servicepreis 2017 sowie „Versicherer des Jahres 2016“ des Deutschen Instituts für Servicequalität (DISQ).

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