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29.10.2020 | 9:30 min

Zahnpasta mit oder ohne Fluorid? Pro & Contra, Alternativen

Fluorid härtet den Zahnschmelz und verhindert Karies - dennoch ist der in der Zahnpasta enthaltene Wirkstoff umstritten. In großen Mengen kann die Substanz die Gesundheit beeinträchtigen und sogar toxisch wirken, so dass vor allem Eltern bei der Wahl der richtigen Zahncreme für ihren Nachwuchs verunsichert sind. Eine Überdosierung ist in Deutschland jedoch kaum denkbar. Nach Ansicht der Kassenärztlichen Bundesvereinigung sind Fluoride das beste Mittel für die Kariesvorsorge. Wer dennoch auf eine fluoridhaltige Zahnpasta verzichten möchte, findet für eine gesunde Mundhygiene verschiedene Alternativen.

  • Fluorid eignet sich ausgezeichnet zur Kariesprophylaxe
  • Für Babys und Kinder ist eine ausreichende Fluoridversorgung wichtig
  • Gesundheitliche Folgen durch Überdosierung sind kaum zu befürchten
  • Zahnpasta ohne Fluorid aus natürlichen Inhaltsstoffen sind eine denkbare Alternative
    Weiße Zahnpasta, aufgetragen auf einer roten Zahnbürste vor verschwommenem Hintergrund.

    Fluoride effektiv im Kampf gegen Karies

    Bakterien nutzen jede Chance, um sich in unserem Zahnschmelz einzunisten und Karies zu bilden. Und genau hier kommt das Fluorid ins Spiel: Die Substanz hemmt das Wachstum der Bakterien und macht den Zahnschmelz unempfindlicher gegen Säuren oder Mikroorganismen.

    Nehmen wir zu viel Fluorid zu uns, führt das zu einer sogenannten Fluorose, die sich zuerst durch Verfärbungen auf dem Zahnschmelz zeigt. Bekannt sind die deutlichen Folgen der Fluorose aus Indien, wo es in einigen Gebieten eine stark erhöhte Konzentration von Fluor im Trinkwasser gibt. Zahnverfall sowie Deformationen des Skeletts und Gelenkverkalkung sind die dramatischen Auswirkungen dieser Überdosierung.

    Was sind Fluoride?

    Fluoride sind Verbindungen, die das gasförmige Fluor mit anderen Stoffen eingeht. Daraus resultiert vermutlich der Gedanke, dass Fluoride stark giftig sind. Das Gas Fluor ist ätzend und stark giftig, geht das Gas jedoch eine Verbindung mit einem anderen Stoff wie beispielsweise Natrium ein, verliert es seine toxischen Eigenschaften.

    Bekannt ist beispielsweise fluoridhaltiges Speisesalz. Der Wirkstoff ist nicht nur in Salz, sondern als Spurenelement in schwarzem Tee oder Mineralwasser enthalten. Zudem enthalten die meisten Zahncremes Fluorid. Wir nehmen Fluoride durch Verschlucken auf.

     

    Wieso enthält Zahnpasta Fluorid?

    Zahnpasta mit Fluorid bietet eine effektive Kariesvorsorge. Gelangen die Fluoride über die Zahnpasta an den Zahnschmelz, bildet die Substanz eine Art Schutzfilm rund um die Zähne. Säuren werden auf diese Weise direkt vor Ort neutralisiert und die Fluoride sorgen für die Remineralisation. Dabei werden wichtige Mineralbestandteile, die sich aus dem Zahnschmelz gelöst haben, wieder eingelagert und so das Kariesrisiko reduziert.

    Nehmen wir beispielsweise etwas Zuckerhaltiges zu uns, entsteht eine Säure. Um das Gleichgewicht in der Mundhöhle wieder herzustellen, geraten die kleinsten Teilchen in Bewegung und lösen sich aus dem Zahnschmelz. Das Fluorid verhindert die Ablösung durch die Schutzschicht auf der Zahnoberfläche.

    Gut zu wissen

    In Deutschland ist eine derartige Überdosierung unwahrscheinlich, der Fluoridgehalt im Trinkwasser ist in den meisten Regionen sogar so gering, dass wir die Substanz auf anderem Wege zu uns nehmen müssen. Das geschieht unter anderem durch bestimmte Nahrungsmittel, spezielle Fluoridtabletten für Kinder oder fluoridhaltige Zahnpasta. Wer es genau wissen möchte, erfährt den Fluoridgehalt des Trinkwassers beim örtlichen Wasserwerk. 

    Zahnpasta mit Fluorid dient der Remineralisierung und wirkt so gegen Karies.

    Für einen wirksamen Kariesschutz sollten die Zähne regelmäßig zwei Mal täglich mit einer fluoridhaltigen Zahncreme geputzt werden.

    Dr. David Okano | Parodontologe der Health University of Utah

    Zahnpasta mit oder ohne Fluorid?

    Nachdem Forscher in den 30er Jahren herausgefunden hatten, dass Kinder, die fluoridhaltiges Trinkwasser zu sich nahmen, deutlich seltener unter Karies litten, wurde in den 50er Jahren in den USA die erste fluoridhaltige Zahncreme entwickelt.

    Seitdem ist die Zahnpasta mit Fluorid das effektivste Mittel im Kampf gegen Karies. Dennoch nehmen kontroverse Diskussionen rund um die fluoridierten Zahncremes in den letzten Jahren deutlich zu.

    Vor- und Nachteile von Zahnpasta mit und ohne Fluorid

    Vorteile von Zahnpasta mit Fluorid:

    • Fluorid remineralisiert und härtet den Zahnschmelz
    • Fluorid schützt vor schädlichen Säuren
    • Fluorid bietet ausgezeichneten Kariesschutz bei Babys und Kindern
    • Im Handel gibt es eine breite Auswahl an Zahncremes mit Fluorid

    Nachteile von Zahnpasta mit Fluorid:

    • Fluorid wirkt bei Verzehr größerer Mengen toxisch
    • Fluorose kann auftreten
    • Fluorid ist ein Nebenprodukt des umweltschädlichen Phosphatdüngerabbaus
    • Nach Ansicht der international Academy of Oral Medicine & Toxicology fördert Fluorid Akne, Hauterkrankungen und Knochenschwäche
       

     

     

    Vorteile von Zahnpasta ohne Fluorid

    • Zahnpasta ohne Fluorid enthält natürliche Inhaltsstoffe
    • Verbraucher müssen bei Verwendung keine Langzeitschäden von Fluorid befürchten
    • Kein Risiko an einer Fluorose zu erkranken
       

    Nachteile von Zahnpasta ohne Fluorid:

    • Zahncremes ohne Fluorid erhalten in der Regel keine Gütesiegel und schneiden bei Tests schlechter ab
    • Der Zahnschmelz wird durch die Inhaltsstoffe nicht ausreichend gestärkt
    • Einige Inhaltsstoffe wie Aktivkohle können den Zahnschmelz schädigen
    • Bei Verbrauchern mit Kariesneigung bietet die Zahnpasta keinen ausreichenden Schutz
       

    Zahnpasta für Babys mit oder ohne Fluorid?

    Blondes Kleinkind beim Zähneputzen im Badezimmer

    Babys und Kleinkinder sollten zur Kariesvorbeugung Fluorid bekommen. Die Spurenelemente unterstützen das Aushärten des Zahnschmelzes und schützen vor dem Eindringen von Bakterien. Wie die Fluoridgabe bei Babys erfolgen sollte, darüber sind sich Kinder- und Zahnärzte nicht einig.

    Kinderärzte empfehlen die Prophylaxe durch die Gabe von Fluoridtabletten, während Zahnärzte dazu raten, bei Durchbruch des ersten Milchzahnes mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta zu putzen, damit das Spurenelement direkt auf den Zähnen wirkt.

    Die Zahnpasta mit Fluorid für Babys enthält einen auf das Alter abgestimmten Fluoridgehalt. Eltern, die Fluoridtabletten geben, sollten eine Zahnpasta für Babys ohne Fluorid verwenden, um eine zu hohe Dosierung zu vermeiden. Stimmen Sie die Fluoridierung idealerweise mit Ihrem Kinderarzt oder dem Zahnarzt ab.

    Kinderzahnpasta mit oder ohne Fluorid?

    Spätestens im Kindergartenalter greifen die Kleinen selbst zur Zahnbürste. Ob Eltern für das Kleinkind Zahnpasta mit oder ohne Fluorid verwenden, hängt von der Wahl der Kariesprophylaxe ab. Das deutsche Institut für Risikobewertung BfR rät, sich für eine Art der Prophylaxe zu entscheiden und die einzelnen Fluorid Quellen nicht zu kombinieren. Erhalten die Kinder die entsprechenden Tabletten, empfiehlt sich eine alternative Zahnpasta ohne Fluorid für Kinder.

    Bei Verwendung einer fluoridhaltigen Zahncreme für Kinder liegt der Fluoridgehalt bei 500 ppm. Die Kleinen putzen idealerweise zwei Mal täglich mit einer etwa erbsengroßen Menge die kleinen Milchzähne. Wichtig ist, die Kinder anzuleiten, die Zahncreme auszuspucken und nicht herunterzuschlucken, damit das Fluorid nicht in den Körper gelangt.

    Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) rät zu einer täglichen Dosis von 0,05 Milligramm Fluorid pro Kilogramm Körpergewicht. Auf dieser Grundlage hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung DGE für Säuglinge und Kleinkinder folgende Richtwerte herausgegeben:

    • 0 bis 4 Monate - 0,25 mg Fluorid täglich
    • 4 bis 12 Monate - 0,5 mg Fluorid täglich
    • 1 Jahr bis 4 Jahre - 0,7 mg Fluorid täglich
       

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    Wieso sollte man Zahnpasta ohne Fluorid verwenden?

    Wer bei der Zahnpflege Wert auf natürliche Inhaltsstoffe legt, greift gern auf eine Zahnpasta ohne Fluorid zurück. Zunehmend rückt die Nachhaltigkeit in den Fokus und so verzichten viele Verbraucher inzwischen auf Plastikverpackungen und Tuben.

    Im Handel gibt es verschiedene Bio-Produkte für eine gesunde und biologische Zahnpflege. Zahnpasta ohne Fluorid enthält in der Regel keine chemischen Zusätze wie Triclosan und Natriumsulfat. Die Stoffe stehen im Verdacht, die Schleimhäute zu reizen und die Darmflora anzugreifen. Eine fluoridfreie Zahncreme besteht aus natürlichen Stoffen, die für eine gesunde Mundhygiene sorgen.

    Für Verbraucher, die eine Zahnpasta ohne Fluorid verwenden, sind eine gründliche Zahnpflege und eine gesunde Ernährung besonders wichtig. Um das Kariesrisiko zu reduzieren, sollte man in diesem Fall vor allem auf Zucker verzichten.

    Für wen ist Zahnpasta ohne Fluorid geeignet?

    Eine Zahnpasta ohne Fluorid ist für Babys und Kleinkinder geeignet, die nach dem Zähneputzen nicht verlässlich ausspucken. Erhalten die Kleinen ersatzweise Fluoridtabletten, ist die Verwendung einer Zahnpasta ohne Fluorid für Kinder zu empfehlen.

    Unter Umständen wird der Bedarf an Fluorid bereits durch fluoridhaltiges Trinkwasser und entsprechende Nahrungsmittel wie Fisch oder Walnüsse und fluoridhaltiges Speisesalz gedeckt. Das gilt auch für Verbraucher, die ein fluoridhaltiges Mundwasser verwenden.

    Bevor Sie sich für eine Zahnpasta ohne Fluorid entscheiden, beraten Sie sich am besten mit Ihrem Zahnarzt.

    Welche alternative Zahnpasta ohne Fluorid gibt es?

    Frische Aloe Vera-Zahnpasta auf einer Zahnbürste aus Holz.

    Im Handel oder in der Apotheke gibt es Zahnpasta ohne Fluorid. Zudem stellen Sie mit Kokosöl selbst ohne großen Aufwand eine Zahnpflege her.

    Es muss nicht immer Zahnpasta sein, einige Drogerien bieten inzwischen Zahntabletten an, die im Mund zerkaut werden, bis sich Schaum bildet. Danach werden die Zähne einfach wie gewohnt gereinigt. Noch einfacher geht es mit Zahnpulver: Die Zahnbürste wird angefeuchtet, ins Pulver getunkt und los geht's. Eine Alternative zum Zahnpulver ist Natron, das nicht nur reinigt, sondern antibakteriell wirkt.

    Zahnpasta mit Aktivkohle

    Zahnpasta mit Aktivkohle sorgt vor allem für weiße Zähne. Die Aktivkohle Zahnpasta ohne Fluorid schleift Zahnbeläge einfach weg und hellt so die Zahnoberflächen auf. Bei einer längeren Anwendung werden die Zähne jedoch stark aufgeraut und auf Dauer bilden sich schneller Beläge. 

    Teebaumöl Zahnpasta

    Teebaumöl Zahnpasta ohne Fluorid ist besonders bei Zahnfleischentzündungen oder Wunden im Mundraum eine gute Wahl. Das Teebaumöl hat eine heilende Wirkung, sorgt für den Erhalt der Mundflora und beschleunigt die Wundheilung. Zudem wirkt die Zahnpasta mit Teebaumöl sehr gut gegen Verfärbungen und Mundgeruch.

    Zahnpasta ohne Fluorid

    Wenn Ihre Zähne beim Genuss von Süßem, Heißem oder Kaltem schmerzen, gibt es besondere Zahnpasta ohne Fluorid für schmerzempfindliche Zähne. Diese milden Produkte stärken das Zahnfleisch und schonen gleichzeitig den Zahnschmelz. 

    Himalaya Zahnpasta

    Himalaya Zahnpasta ohne Fluorid besteht aus Himalaya-Salz, Kräutern und natürlichen Inhaltsstoffen. Das Salz ist reich an verschiedenen Mineralien, die durchblutungsfördernd und antibakteriell wirken. Die Verwendung der Zahnpasta ohne Fluorid in Bioqualität regt den Speichelfluss an und nutzt ein basisches Mineralsalz, um die schädlichen Säuren in der Mundhöhle zu neutralisieren. Auf diese Weise soll eine natürliche Kariesprophylaxe erreicht werden.

    Kokosöl - die alternative Zahnpasta zum Selbermachen

    Zusammen mit etwas Xylit oder Stevia und einem Pfefferminzöl stellen Sie eine Kokosöl Zahnpasta her:

    • erwärmen Sie 120 ml Kokosöl
    • rühren Sie etwa zwei bis vier Teelöffel Xylit für die Süße ein
    • geben Sie bis zu 15 Tropfen ätherisches Pfefferminzöl hinzu

    Eine weitere Variante ist die Kombination von Kokosöl und Natron. Das Natron dient dabei als natürliches Schleifmittel und entfernt Zahnbeläge:

    • erwärmen Sie drei Esslöffel Kokosöl
    • geben Sie die gleiche Menge Natron hinzu
    • zum Süßen geben Sie etwas Stevia oder Xylit hinzu, je nach Geschmack
    • rühren Sie rund 15 Tropfen Minzöl ein

    Die selbstgemachte Kokosöl Zahnpasta hält sich in einem luftdichten Behälter für einige Wochen frisch.

    Neben Kokosöl und Natron gibt es verschiedene weitere Ideen, einer natürlichen Zahnpflege. Wer unter unschönen Verfärbungen auf den Zahnoberflächen leidet, findet in unserem Artikel “11 Hausmittel zum Zähne aufhellen im Check” verschiedene Möglichkeiten, die Zähne aufzuhellen.

    Gut zu wissen

    Kokosöl ist ein ausgezeichnetes Mittel, um Zahnfleischentzündungen zu lindern. Auch im Kampf gegen Karies hat sich Kokosöl Zahnpasta bewährt, Studien zeigen, dass durch das regelmäßige Massieren des Zahnfleischs mit Kokosöl die Kariesbakterien reduziert werden konnten. Zudem sorgt die Beschaffenheit des Öls dafür, dass sich weniger Bakterien an die Zahnoberflächen heften.

    Hausgemachte Zahnpasta mit Kokosnussöl und Minze für eine natürliche Zahnpflege.

    Fazit - Zahnpasta mit oder ohne Fluorid

    Fluorid trägt durch seine positiven Eigenschaften perfekt zur Kariesvorbeugung und dem Zahnerhalt bei. Damit das Spurenelement direkt auf den Zahnoberflächen wirken kann, enthalten die meisten Zahncremes Fluorid. Aufgrund der geringen Wirkstoffkonzentration ist eine Überdosierung eher unrealistisch. Dennoch sorgen Diskussionen um den Wirkstoff zunehmend für Verunsicherung. Mit Zahnpasta ohne Fluorid gibt es daher inzwischen einige Alternativen für eine gesunde Mundhygiene.

    Fragen und Antworten zum Thema "Zahnpasta mit oder Fluorid"

    Warum sollte ich Zahnpasta mit oder ohne Fluorid benutzen?

    Eine Zahnpasta mit Fluorid reduziert das Kariesrisiko erheblich, eine Zahnpasta ohne Fluorid unterstützt die Mundhygiene und entfernt Zahnbeläge, bietet jedoch keinen verlässlichen Kariesschutz.

    Dr. David Okano, Parodontologe der Health University of Utah bestätigt, dass Zahnpasta mit Fluorid der Remineralsierung dient und so gegen Karies wirkt. Der Experte rät daher, regelmäßig täglich zwei Mal mit einer fluoridhaltigen Zahncreme zu putzen.

    Die Wirkung einer Zahnpasta mit Fluorid ist wissenschaftlich belegt. Wer dennoch auf eine Zahnpasta ohne Fluorid zurückgreifen möchte, sollte auf eine sehr gute Zahnpflege und Mundhygiene achten. Auch eine zahnfreundliche Ernährung und der Verzicht auf Süßes senkt das Kariesrisiko.

    Wie gesundheitsschädlich ist Zahnpasta mit Fluorid?

    Gesundheitliche Folgen durch Fluorid sind nur bei Aufnahme großer Mengen möglich.

    Nach Angaben der Zeitschrift Ökotest müsste ein erwachsener 70 kg schwerer Mensch mindestens 350 mg Fluorid aufnehmen, um erste Vergiftungsanzeichen zu bemerken. Dazu müsste er den Inhalt aus etwa drei Zahnpastatuben herunterschlucken. In diesem Fall würde der Körper mit Übelkeit oder Kopfschmerzen reagieren. Tödlich wäre die akute Einnahme von rund zehn Gramm Fluorid, das entspricht bis zu 60 Zahnpastatuben. Eine Gesundheitsgefährdung durch eine Zahnpasta mit Fluorid ist also unrealistisch, wer nach der Zahnpflege ausspuckt und die Zahncreme nicht schluckt, muss sich also keine Sorgen machen.

    Macht Zahnpasta mit Fluorid krank?

    Nein, Zahnpasta mit Fluorid macht nicht krank. Zahnpasta mit Fluorid macht den Zahnschmelz resistenter gegen eindringende Bakterien und Säuren und hemmt die Ausbreitung.

    Gesundheitsschädlich sind hohe Mengen des Spurenelements Fluorid. Entscheidend ist, sich an die empfohlenen Dosierungen zu halten. Eltern achten daher idealerweise bei ihren Kindern darauf, dass nicht zu viel Zahnpasta mit Fluorid verwendet wird, gerade kleinere Kinder neigen dazu, deutlich zu viel Zahncreme zu verwenden. Die Überdosierung des Fluorids kann in diesem Fall bräunliche Verfärbungen auf den Zahnoberflächen verursachen.

    Ist Fluorid in der Zahnpasta giftig?

    Die Zahnpasta mit Fluorid enthält nur geringe Mengen Fluorid. In dieser Dosis ist das Spurenelement nicht giftig.

    In Deutschland darf der Fluoridgehalt gesetzlichen Regelungen nach maximal bei 0,15 Prozent liegen, für eine Zahnpasta für Kinder sind maximal 0,05 Prozent Fluorid erlaubt. Bei den geringen Mengen besteht also kein Grund zur Sorge.
    Oftmals kommt es zu Verwechslungen mit dem stark giftigen Gas Fluor. Bei den Fluoriden handelt es sich jedoch um Salze, die unter anderem auch im menschlichen Körper vorkommen.
     

    Sind Fluoride krebserregend?

    Studien zeigen bisher keine krebserregende Wirkung von Fluoriden.
    Stiftung Warentest berichtet, dass auch in Ländern mit fluoridiertem Trinkwasser keine Anzeichen für zunehmende Krebserkrankungen festgestellt wurde.

    Frau mit Headset lächelt - Münchener Verein Gesundheitsservices

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    Quellen

    Zentrum der Gesundheit: www.zentrum-der-gesundheit.de
    Medmeister.de: www.medmeister.de
    Zentrum der Gesundheit: www.zentrum-der-gesundheit.de
    Focus online: www.focus.de
    Focus online: www.focus.de
    Oekotest: www.oekotest.de
    Stiftung Warentest: www.test.de
    Public Goods: www.publicgoods.com
    Dentalmagazin: www.dentalmagazin.de
    Zahnarztpraxis im Lehel: www.zahnarzt-lehel.de

    Alle abgerufen am 15.10.2020.

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