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Gesundheit im Handwerk

Junger, muskulöser Mann dehnt sich im Park

Der Münchener Verein als Partner des Handwerks bietet deutlich mehr als nur leistungsstarke Vorsorgekonzepte. Obwohl die Anforderungen und Belastungen der einzelnen Handwerksgewerke sehr unterschiedlich sind, gibt es einige typische Krankheitsbilder, die wir in nahezu jedem Handwerksbereich vorfinden. Dazu einige Beispiele und Tipps.

Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik

Typische Gesundheitsbelastungen
Heizungs- und Sanitärinstallateure sind an wechselnden Arbeitsorten, teils in Werkstätten, teils in unbeheizten Rohbauten, bei Montageeinsätzen teils auch bundesweit tätig. Die Montagearbeiten gehen teilweise mit starker körperlicher Beanspruchung einher. Maschinenlärm und Metallstaub können beim Brennschneiden, Bohren und Schleifen zu gesundheitlichen Belastungen führen. An Maschinen kommen Heizungs- und Sanitärinstallateure oft mit Metallabrieb, Schmier- und Kühlmitteln in Berührung. Zur Vermeidung von Verletzungen ist das Tragen von Schutzkleidung, z.B. Schutzbrille oder Gehörschutz, unverzichtbar.

Krankenstand und Fehlzeiten
Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik erkranken im Vergleich zu allen anderen Berufsgruppen überdurchschnittlich häufig. Im Jahr 2006 blieben Heizungs- und Sanitärinstallateure im Schnitt 16,3 Tage krankheitsbedingt der Arbeit fern. Das liegt exakt 2,3 Tage über dem Durchschnitt aus diesem Jahr. Insbesondere der Anteil der Langzeiterkrankungen ist bei den Heizungs- und Sanitärinstallateuren relativ hoch: Mehr als 44 % aller Krankheitstage sind Erkrankungen von mindestens sechs Wochen.

Krankheitsursachen
Heizungs- und Sanitärinstallateure sind aufgrund ihres breiten Aufgabenspektrums einer Reihe von gesundheitlichen Belastungen ausgesetzt: Sie müssen häufig auf den Knien oder in gebückter/hockender Haltung arbeiten. Zudem brauchen sie eine gute Portion Muskelkraft zum Sägen, Bohren, Schneiden oder für die Montage. Es verwundert daher nicht, dass Muskel- und Skeletterkrankungen, insbesondere Rückenprobleme, auf der Liste der Ursachen für die Fehlzeiten von Heizungs- und Sanitärinstallateuren ganz oben stehen.
Auf Platz zwei der häufigsten Erkrankungen von Installateuren stehen Verletzungen und Vergiftungen, gefolgt von Erkrankungen der Atemwege. Denn bei Schweißarbeiten, beim Löten oder bei der Arbeit mit Klebstoffen bilden sich Dämpfe, die auf Dauer zu Atemwegserkrankungen führen können. Auch Metallstaub kann die Atemwege schädigen.

Auch die Ohren werden – sofern sie nicht durch Kopfhörer geschützt sind – ganz schön strapaziert: Bei der Arbeit an Maschinen können hohe Lärmpegel entstehen, die das Gehör auf Dauer schädigen können. Lärm beeinträchtigt nicht nur das subjektive Wohlbefinden, sondern kann auch gravierende Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Langfristig kann dadurch eine Lärmschwerhörigkeit entstehen.

Tipps
Auf der Seite Gesundheitstipps möchten wir Ihnen alltagstaugliche Tipps an die Hand geben, wie Sie Ihren Arbeitstag gesünder bewältigen. Weiterführende Informationen finden Sie auch in unserem Gesundheitsportal.