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Gesundheit im Handwerk

Junger, muskulöser Mann dehnt sich im Park

Der Münchener Verein als Partner des Handwerks bietet deutlich mehr als nur leistungsstarke Vorsorgekonzepte. Obwohl die Anforderungen und Belastungen der einzelnen Handwerksgewerke sehr unterschiedlich sind, gibt es einige typische Krankheitsbilder, die wir in nahezu jedem Handwerksbereich vorfinden. Dazu einige Beispiele und Tipps.

Friseurhandwerk

Typische Gesundheitsbelastungen
Die Tätigkeit des Friseurs besteht hauptsächlich aus körperlich eher leichten Arbeiten, die in der Regel im Stehen, mit häufiger Zwangshaltung des vorgeneigten Oberkörpers ausgeführt werden. Durch die Verwendung verschiedener chemischer Haarfärbungs- und Tönungsmittel ist der Friseur oft hautreizenden Stoffen und der Einwirkung chemischer Dämpfe und Gase ausgesetzt. Allergische Kontaktekzeme und Hautreizungen können ebenso die Folge sein wie durch Sprays und trockenen Haarstaub ausgelöste Atemwegserkrankungen. Auch Schnittverletzungen durch Scheren und Rasiermesser kommen gelegentlich vor. Präventivmaßnahmen sind vor allem die Einhaltung der hygienischen Schutzvorschriften sowie das Tragen von Arbeitskleidung und Schutzhandschuhen.

Krankenstand und Fehlzeiten
Friseure sind eine vergleichsweise gesunde Berufsgruppe. Insgesamt betrachtet ist der Krankenstand der Friseure in den letzten Jahren stetig zurückgegangen, erstmals 2006 ist er auf dem Vorjahresniveau geblieben. 2006 kam jeder Friseur durchschnittlich auf 11,5 Krankheitstage. Ursache hierfür ist die vergleichsweise kurze Dauer pro Krankheitsfall bei den Friseuren. Nur 3,3 % aller Krankheitsfälle bei den Friseuren waren Langzeiterkran-kungen von über 6 Wochen Dauer.

Arbeitsbedingte Krankheiten
Muskel- und Skeletterkrankungen
bestimmen mit 19,6 % und Erkrankungen der Atmungsorgane mit 14,2 % an allen Krankheitstagen das Krankheitsgeschehen bei den Friseuren. In Tage umgerechnet entfielen 2006 auf jeden Friseur durchschnittlich 3,9 Fehltage aufgrund dieser Krankheitsarten. Verletzungen und Vergiftungen folgen bei den Friseuren auf Platz 3 der Krankheitsskala, gefolgt von den psychischen Störungen. Hauterkrankungen und psychische Störungen sind jedoch sehr auffällig. Hier kommen die Friseure auf 15,2 % bzw. 12,0 % mehr Krankheitstage als der Durchschnitt.

Krankheitsursachen
Die meisten Fehltage kamen bei den Friseuren aufgrund von "normalen" Erkrankungen, d.h. Erkrankungen, die nicht auf eine besondere Ursache (wie z.B. Arbeits- oder Wegeunfall) zurückzuführen sind, zustande. Lediglich 2,3 % aller Krankheitstage wurden bei den Friseuren durch einen Arbeitsunfall verursacht. Ein Fünftel der auf Verletzungen und Vergiftungen entfallenden Fehltage resultieren bei den Friseuren aus einem Arbeitsunfall.

Tipps
Auf der Seite Gesundheitstipps möchten wir Ihnen alltagstaugliche Tipps an die Hand geben, wie Sie Ihren Arbeitstag gesünder bewältigen. Weiterführende Informationen finden Sie auch in unserem Gesundheitsportal.